Handvermittlung

Anfang des vorigen Jahrhunderts, als es noch keine automatischen Vermittlungen gab, wurden die Telefonverbindungen von Hand verbunden.
Ihre Leitungen lagen auf den Klinken eines Vermittlungsschrankes. Die Verbindungen wurden über Stöpsel und Schnüre hergestellt. Doch diese Technik kam sehr schnell an ihre Grenzen. Um die Jahrhundertwende rechnete man in Berlin auf 100 - 300 Telefonkunden einen Arbeitsplatz.

Eine Handvermittlung mit der Kollegin Hedwig. Sie hat übrigens den gleichen Werdegang wie der Kollege Alfred von der Freileitung.

Die Tische in dem damals gebauten Berliner Amt III waren 85 Meter lang und hatten, bedingt durch die angewandte Technik, 570.000 Klinken. Als Vermittlungskräfte wurden ausschließlich Frauen eingesetzt, die spätestens nach 7 Stunden abgelöst werden mussten. Für die 1,7 Mio Kunden im Niederlassungsbereich Bochum wären zur heutigen Zeit schon über 20.000 weibliche Kräfte erforderlich, um alle Gespräche zu vermitteln. 


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