Zeitansagegerät

Als es noch keine Quarz- oder funkgesteuerte Uhren gab, war man auf mechanische Uhrwerke angewiesen. Doch die gingen selten genau und mussten öfter nachgestellt werden. Schon früh wurde dazu das Telefon benutzt. Vor 1920 konnte man einfach eine Handvermittlung anrufen und eine freundliche Dame sagte einem die genaue Zeit. Doch als die Vermittlung automatisiert wurde, ging das natürlich nicht mehr und man erfand die eiserne Jungfrau. Diese arbeitete mit dem Lichttonverfahren. Auf einer Trommel sind Zelluloid-Streifen angebracht, die wie beim Tonfilm mit Fotozellen abgetastet wurden. Das wurde 1935 in Berlin ausprobiert und schon in den ersten Tagen gab es 84.000 Anrufe. Das ganze muss aber sehr störungsanfällig gewesen sein und so hat man in den 50. Jahren das vergangenen Jahrhunderts die Zeitansage durch Tonbänder eingeführt.

So ein Gerät haben wir in Bochum bekommen und in unsere Vermittlungsstelle eingebaut. Doch wer uns kennt, weiß, dass wir uns damit nicht zufrieden geben. Wenn wir etwas ausstellen, dann soll es auch funktionieren und Detlef Falkenhorst und Rüdiger Radtke haben es geschafft, das Gerät wieder in Betrieb zu nehmen.

Gerätebezeichnung:
Baujahr:
Herkunft:
Steuerung:

Magnetton-Zeitansage Großanlage von Siemens & Halske
1958
Nürnberg
Durch die Mutteruhr der Vermittlunsstelle

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Zeitansagegerät 35 von Siemens&Halske
genannt „eiserne Jungfrau“
Ausgestellt im Museumsdepot der
Museumsstiftung Post und Telekommunikation in Heusenstamm

Fotos: Gerhard Strelow

Detlef Falkenhorst bei der Instandsetzung

Detlef vor dem Gerät, das schnell seinen Spitznamen hatte:

“Die Zeitmaschine”

Rüdiger Radtke beim Prüfen

Rüdiger ist mit dem “Knackhörer” dem Fehler auf der Spur, umgeben von Schaltplänen und Montagezeichnungen.

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